Radon im Keller
Ursachen, Risiken und Lösungen bei Radon im Keller im Kanton Bern; der umfassende Ratgeber von Haustrocknung.ch – Ihrem regionalen Experten für Radonmessung, Radonreduktion und Kellerentfeuchtung
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Radon – das unsichtbare Risiko in vielen Berner Häusern
Kernaussagen
- Radon ist ein farb- und geruchloses Edelgas. Es entsteht beim Zerfall von Uran im Boden und dringt über undichte Stellen im Fundament ins Gebäude ein.
- Radon ist neben dem Rauchen die häufigste Ursache für Lungenkrebs. Ab einer Konzentration vo 300 Becquerel pro Kubikmeter sollten Gegenmassnahmen ergriffen werden.
- Messen Sie die Radonkonzentration mithilfe von Dosimetern einer anerkannten Radon-Messstelle des BAG. Wenn die Radonkonzentration über dem Schwellenwert liegt, helfen Lüften, Abdichtung von Rissen und Rohrdurchführungen, Radon-Lüftungen oder eine Radondrainage.
1. Was ist Radon?
Radon ist ein radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Uran im Boden entsteht. Es steigt mit der Bodenluft nach oben und gelangt durch kleinste Undichtigkeiten in Gebäude. Besonders betroffen sind:
- Keller
- Souterrainräume
- Ältere Gebäude
- Schlecht abgedichtete Bodenplatte
- Häuser in Radon Risikogebieten
Radon gelangt über den Keller ins Haus
2. Gesundheitsrisiken durch Radon
Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.
Besonders gefährdet sind:
- Raucher
- Kinder
- Ältere Menschen
- Personen, die viel Zeit im Keller oder Erdgeschoss verbringen
Radon selbst wird beim Einatmen grösstenteils wieder ausgeatmet. Gefährlich sind die Zerfallsprodukte (Polonium, Bismut, Blei), die sich in der Lunge ablagern und dort Alpha Strahlung abgeben.
«Ein Risiko, durch Radonbelastung an Lungenkrebs zu erkranken, besteht auch bei geringen Radonkonzentrationen.»
3. Radon-Grenzwerte in der Schweiz
- WHO-Empfehlung: 100 Bq/m³
- WHO-Obergrenze: 300 Bq/m³
- Schweiz (BAG / BAFU): 300 Bq/m³ Referenzwert
- Arbeitsplätze: Massnahmen ab 1000 Bq/m³
4. Radon im Kanton Bern
Die Schweiz gehört zu den Ländern mit erhöhtem Radonpotenzial. Der Kanton Bern weist in vielen Regionen überdurchschnittliche Werte auf.
Radon Hotspots im Kanton Bern
- Emmental (Langnau, Trub, Eggiwil)
- Oberaargau (Huttwil, Madiswil, Kleindietwil)
- Bern Mittelland (Münsingen, Worb, Bolligen)
- Thun und Umgebung
- Seeland (Aarberg, Lyss, Kallnach)
Radonkarte der Schweiz (Quelle: BAG): Wahrscheinlichkeit einer Radonkonzentration im Wohnraum höher als 300 Bq/m³
5. Radon messen – so funktioniert es
Eine Radonmessung ist einfach und zuverlässig. ⇓ «Wegleitung Radon V2.3 02.02.2023» des Bundesamts für Gesundheit BAG
Passive Messung (Dosimeter)
- Mind. 90 Tage
- Ideal im Winter
- Kostengünstig
- Sehr zuverlässig
Aktive Messgeräte
- Echtzeitmessung
- Ideal zur Sanierungskontrolle
Kurzzeitmessungen
- 2–4 Wochen
- Nur orientierend
6. Radon reduzieren – wirksame Lösungen
⇓ «Wegleitung Radon V2.3 02.02.2023» des Bundesamts für Gesundheit BAG
1. Lüften
- Querlüften
- Automatische Kellerlüftung
- Ideal bei leicht erhöhten Werten
2. Abdichtung
- Risse abdichten
- Leitungsdurchführungen versiegeln
- Kellertüren abdichten
- Automatische Steuerung
- Feuchtesensoren
- Deutliche Reduktion von Radon + Feuchtigkeit
4. Radonbrunnen / Radondrainage
- Unterdruck unter dem Gebäude
- Sehr wirksam bei hohen Werten
5. Kombinationen
- Abdichtung + Lüftung
- Radonbrunnen + Abdichtung
- Lüftung + Entfeuchtung
Massnahmen zum Schutz vor Radon
7. Fazit: Radon im Kanton Bern wirksam reduzieren
Radon ist ein unsichtbares, aber ernstzunehmendes Risiko. Besonders im Kanton Bern sind viele Gebäude betroffen. Die gute Nachricht: Radon lässt sich zuverlässig messen und wirksam reduzieren.
Mit der richtigen Kombination aus:
- Lüftung
- Abdichtung
- Entfeuchtung
- Baulichen Massnahmen
kann die Radonbelastung dauerhaft gesenkt werden. Haustrocknung.ch unterstützt Sie dabei – kompetent, regional und zuverlässig.
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Tobias Bayer
Geschäftsführer